Posted on Mrz 18, 2010

#unibrennt? Naja.

Nach einer Umfragendauer von einer Woche hier die Auswertung:

Ganze 17 Leute nahmen insgesamt an der Umfrage teil.
Die erste Frage war “Sind weitere Besetzungen nötig?”:

Von den 17 Teilnehmenden anworteten 56% mit einem klaren “Jein. Einerseits sind sie wirksam, andererseits werden weitere Besetzungen nach dem WS 09/10 wohl nur noch belächelt.”. 25% sehen weitere Besetzungen als bestes Druckmittel auf die Politik, nur 6% finden Besetzung aus dem Grund, dass sich die ÖH zu wenig für die Rechte der Studierenden einsetzt, notwendig.
12% Antworteten “Nein, denn sie hindern nur lernwillige Studierende am studieren.”, niemand wählte “Nein, es muss einen anderen Weg geben.”.

Auf die zweite Frage “Hast du bei den letzten ÖH-Wahlen deine Stimme abgegeben?” antworteten 57% Ja, 43% Nein.

Posted on Mrz 11, 2010

#unibrennt 2?

Am Abend des 10.3. wurde der HS 1 an der Uni Wien besetzt. Aber bringt das noch etwas? Sind Proteste weiterhin nötig? Sollten sich Studierende nach einer anderen Protestmethodik umsehen?

Umfrage bereits zu Ende – Ergebnis

Posted on Dez 28, 2009

Let's try that one: WORST 5 of 2009

Platz 5:
Krisengespräche
Ehrlich, ich kann es nicht mehr hören. Alle reden andauernd überall von “der Krise”. Die Lehman-Brothers haben mir das ganze Jahr verhaut, finanziell angelegter Wahnsinn war jeden Tag gegenwärtig, Banken wurden “gerettet”, es wurde viel diskutiert über Verstaatlichung, Kapitalismus und freie Marktwirtschaft. Konsequenzen: anscheinend keine, nur tausende Arbeitslose und Familien an und unter der Armutsgrenze.

Platz 4:
Johannes “Gio” Hahn
In ganz Österreich werden Hörsäle besetzt, was macht die Politik? Zuerst will Wissenschaftsminister Hahn, der selbst 11 Jahre ohne Studiengebühren studieren durfte, gar nicht mit irgendjemandem reden, dann vielleicht doch aber nur vielleicht, dann wird er ins Europa-Parlament verfrachtet. Ein Mensch mit Verantwortungsbewusstsein.

Platz 3:
Schweizer Volksabstimmung über ein Minarettverbot
Danke dieser Volksabstimmung, aus der als Antwort ein “Ja” hervorging, fühlen sich alle möglichen konservativen und rechten Kräfte in der EU jetzt dazu beflügelt, sich wieder undifferenziert mit dem islamischen Glauben auseinanderzusetzen. Neben Minarettverboten wird jetzt auch wieder einmal über ein Verbot der Burka diskutiert – alle haben eine Meinung, nur die Frauen fragt mal wieder niemand.

Platz 2:
Panik im Iran
Im Iran geht gar nichts mehr – seit Mahmud Ahmadinejad zum zweiten Mal Präsident des Irans wurde (zur großen Freue des Ayatollahs), toben Unruhen im Iran. Oppositionelle werden systematisch verfolgt, verhaftet oder getötet, angeblich auch der Neffe des Oppositionellen Gegenkandidaten Mussavi. Reiner Wahnsinn in einem angeblich demokratischen Land.

Platz 1:
Maria Fekter

foto: bmi

foto: bmi

Ohne Worte.

Posted on Nov 10, 2009

"Money can't buy me love"

…eine Textzeile von den Beatles, welche nichts von ihrer Aktualität & Großartigkeit verloren hat. Denn immer immer wieder wird mit Geld versucht, was anders oft nicht versucht wird. Eine Verbesserung der Bildung an unseren Universitäten, zum Beispiel.

Da gibt Wissenschaftsminister Hahn 34 Millionen €uro mehr für Bildung aus, aber im Endeffekt steht das auch wieder nur für Ausbildung – und das wissen die Studierenden sehr wohl. Hahn konnte sich nicht beliebt-kaufen, eher wurde er verspottet.
Ganz teile ich die Meinung, dass das sinnlos sei, nicht. Mehr Geld für die Unis ist immer gut, es hängt halt auch davon ab, wie es investiert wird. Aber genau da liegt ja wieder das Problem: im Vergleich zu den notwendigen Investitionen sind 34 Millionen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, es sprechen auch die Rektoren von einer nötigen Milliarde. Ein schwerer Brocken, der wohl nicht nur dem Willen, sie zur Verfügung zu stellen verlangt, sondern auch eine grundlegende Änderung im österreichischen Finanzwesen braucht (Reichensteuern und so, zB).

Deswegen sponsert ja auch die Bundes-ÖH 100 000 € für die Besetzungen. Aber auch damit kann man sich keine Liebe kaufen. Die einen sprechen von Bestechung (“Die Fraktionen wollen uns für sich gewinnen”), die anderen von Verschwendung (“Das sind MEINE ÖH-Beiträge, die eine Sache, die ich nicht gut heiße ausgegeben werden!”). Zu letzterem…Fakt ist:
Haben 50 000 Studierende in ganz Österreich protestiert, sind 100 000 € so um die 12% ihrer ÖH-Beiträge. Und da dachte ich immer, die ÖVP kenne sich mit Finanzen und so aus (siehe Grasser-Schüssel-BUWOG-Meinl-Eurofighter-Spaß).

Bei einem hat das Prinzip jedoch super funktioniert: die KärnterInnen lieben ihren Jörg noch immer.